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Evolution in Bildern...
Da war ich wohl noch ganz unschuldig, oder?!? :-)
War das mein erstes Drag Outfit??? :-)
Ich glaube ich habe mich bereits früh mich mit Make Up wohl gefühlt :-)
Der Beweis! Ich war schon immer etwas anders :-)
Die Krone wurde mir wohl schon in die Wiege gelegt. :-)
Eines meiner ersten Drag Outfits
Die echten Destiny's Child ;-)
Erste Gehversuche in Zürich
An der Miss Drag Queen wahl 2006
Kill Bill oder Vodka Girl???
Yessss! Miss Drag Queen schweiz 2008
Marie wer? ;-)
Couchgeflüster
Meine Jungs am vorstellen
Für mich solls rote Rosen regnen.
Roter Teppich
Moderation für Artist Charity Night
Live auf der Bühne
Das Wahre und Neue Ich

Wer ist Jazzmin Dian Moore?

Jazzmin ist warmherzig, treu, grazil, elegant, offen, stark, zielstrebig, witzig und weiß, wie sie mit ihren Reizen charmant umgehen kann. Aber das war nicht immer der Fall ... Nach einer langen Reise mit der Suche nach Akzeptanz, Kämpfe gegen Homophobie und Rassismus, sie endlich in der Lage ist, mit erhobenen Haupte da zu stehen und genau zu wissen wer sie ist, was sie geleistet hat und was sie ihren Mitmenschen zurück geben möchte...

Liebe - Akzeptanz - Hoffnung

Jazzmin's Wurzeln sind eine Mischung aus der Herzlichkeit Mississippi's und des tief verwurzelten und magischen Pfälzer Waldes. Als Einzelkind geboren und auf vielen diversen Militärgeländen aufgewachsen, zog er in seiner Kindheit von Stadt zu Stadt weit über viele Grenzen und Länder hinweg . -
Ich kann mich noch sehr gut an meine frühe Kindheit
erinnern, immer im Kampf um Akzeptanz innerhalb meiner eigenen Familie, den verschiedenen Schulen und der verschiedenen Ländern.

Seine erste Erfahrung als Drag erlebte er im zarten Alter von 11 Jahren, als seine Großmutter ihn als Cowgirl für Karneval verkleidet hatte. -
Ich erinnere mich noch genau an den Blick meiner Mutter als sie mich sah, während dem sie sagte: Ohhh, du siehst aus wie ein Mädchen!

Nach vielen extravaganten und einsamen Jahren in der Schule, immer mit Rassismus und Homophobie konfrontiert, outete sich Jazzmin mit 16 an Muttertag bei seinen Eltern und seiner Familie.- Die beste Reaktion bekam ich von meiner Großmutter und ich weiss noch ganz genau wie sie sagte:
Junior, alles ist in Ordnung, lass deine Mutter jetzt erst mal etwas rumheulen und wenn irgend einer ein Problem mit dir haben sollte, dann sag es mir und dann hat er es mit mir zu tun!

Gestärkt vom positiven Feedback seiner Familie trat er mit 17 bei der Drag Queen Tanz Gruppe, den Planet Sexy Fancy Dancers, bei.
Dies war der erste große Schritt einer der grossartigsten Drag Queens zu werden.

Aber wie wenig Ahnung er doch hatte!

Als jüngstes und unerfahrenes Mitglied dieser androgynen Drag Gruppe, musste er durch die harte Schule seiner Drag-Mutter und er fand sich wieder mit dem gleichen Thema, wie in seiner Kindheit, konfrontiert. -
Anfangs war ich über glücklich zu einer Gruppe von Menschen dazu zu gehören, mit denen ich mich identifizieren konnte,  aber ich erkannte bald, dass Akzeptanz und Respekt nicht einfach so verschenkt wurde. Es musste sich erkämpft werden.

Um akzeptiert zu sein musste ich mich definieren und irgendwie fühlte ich mich nicht ganz wohl als androgyne Drag Queen. Ich wollte als etwas anderes akzeptiert werden, ich wollte als Mensch akzeptiert sein.

In dieser Zeit sind die meisten Veränderungen in Richtung Jazzmin Dian Moore passiert. Das Make Up wurde perfektioniert und die Outfits immer glamouröser. -
Viele Looks wurden ausprobiert, viel Kritik erhört und viele Tränen wurden im Stillen vergossen, aber anstatt mich entmutigen zu lassen, wurde meine Passion immer stärker.

Jazzmin's erste Pause mit der Kunst des Drag war, als er etwa 23 Jahre alt war. -
Nach 4 1/2 Jahren in einer sehr intensive und unglücklichen Beziehung, trennte er sich. Er konnte wieder die Welt des Drags voll und ganz ausleben.-
Ich fand meine Kraft und Leidenschaft wieder, vorallem aber, habe ich mich selbst wieder gefunden.

Vom Gefühl von völliger Freiheit und nach dem erfolgreichen Abschluss seines Meisters im Coiffeur Handwerk, entschloss er sich spontan nach Zürich auszuwandern. -
Ich kann immer noch an die herzerwärmende Sonne an diesem Wintertag im Januar fühlen und mich erinnern wie mir mein Bauchgefühl zuflüssterte: Hier musst du hin!  Hier ist der richtige Ort für dich, ein neues Leben anzufangen. Ein neues Leben als Coiffeur, ein neues Leben als Single.

Sein Hauptaugenmerk, im ersten Jahr, galt den Aufbau seiner Kundschaft als Coiffeur bei Valentino und der Rückgewinnung seines Sebstwertgefühls und Selbstbewusstseins. Immer von den Gedanken geplagt nicht zu wissen ob er Gut genug für andere und somit gut genug für sich selbst ist.

Nicht die einfachste Sache. -
Ich begann wieder bei 0, niemand zu kennen und auch nicht die gesellschaftlichen Gewohnheiten der Schweiz zu kennen. Von den selbstzweifeln, nicht akzeptiert zu sein,  fühlte ich mich fast erneut geschlagen. Aber ich wusste, dass ich niemand bin der einfach so aufgibt, ohne jede mir nur erdenkliche Möglichkeit ausprobiert zu haben.

Das gesagt, ging Jazzmin das erste Mal, ganz alleine, in einen hetero Nachtclub, als Drag Queen, aus.-
Ich war so nervös, aber es fühlte sich richtig an!

Jazzmin amüsierte sich. Er fing an, sehr häufig aus zu gehen, immer auf der Jagd nach Akzeptanz. Entweder durch sammeln vieler sozialer Kontakte oder durch das Trüben des Geistes durch diverse illegale Substanzen.-
Ja, ich habe Drogen konsumiert. Ich habe mir immer gesagt, dass ich fast alles, was das Leben zu bieten hat, versuchen will. Denn nur so kann ich meinen Horizont erweitern. Okay, Okay, manchmal ist es auch etwas ausser Kontrolle geraten. 

 2006 nahm er an der Miss Drag Queen Schweiz Wahl teil. Und hier wurde der Name Jazzmin Dian Moore geboren. Wegen des Mangels an Professionalität und falschem Selbstbild scheiterte er. - Ehrlich gesagt hatte ich mich sehr geschämt. Also fing ich an, andere regionale Drag Queens zu studieren.  Warum waren sie erfolgreicher als ich...

Das Jahr darauf beobachtete ich die Wahl genau und nach der Bekanntschafft, an diesem Abend, mit eines meiner besten und ehrlichtsten Freunden, wusste ich genau was ich will und was für eine Persönlichkeit ich darstellen möchte.

Jazzmin konnte viele Herzen während diversen Hostings, Performances gewinnen und schließlich erlangte sie die Krone an der Miss Drag Queen Schweiz Wahl im Jahr 2008. -
Ich war von der Akzeptanz der Menschen so überrümpelt und es fühlte sich an als ob ich endlich geschafft hatte. Ich erinnere mich wie der Veranstalter der Wahl zu mir kam und sagte: Ich bin sehr stolz auf das was du erreicht hast. Jetzt bist du bereit wie ein Diamant zu leuchten. 

Doch ein Diamant muss auch immer wieder mal poliert werden.

Nach erfolgreichen Jahren als eine der beliebtesten Drag Queens, stark vertreten und akzeptiert in der LGBTQI- Community und durch internationale Engagements eine gern gesehene Persönlichkeit, stolperte Jazzmin das erste mal sehr tief in ihrem Leben.-
Alles stürzte ein. Ich hatte ausser meinem besten Freund niemanden bei dem ich mich öffnen konnte und ich fiel in eine sehr tiefe Depression. 

Jazzmin war sehr bemüht ihr perfektes Image aufrecht zu erhalten, doch irgendwann schwanden ihre Kräfte und die Maske begann zu bröckeln.
Von Depressionen umgeben, von einigen plötzlichen Suiziden nahe gelegener transidentischen Freunden berührt, ein Gefühl der Machtlosigkeit und dem ständigen Kampf gegen eigene Suizidgedanken, zwangen Jazzmin mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. -
Ich fühlte mich wieder verloren.

In einer neuen Beziehung suchte sie Geborgenheit, Halt, Verständniss und vorallem Liebe, doch während der anfänglichen turbulenten kennenlern Phase, in der ihr Selbstwertgefühl entgültig zerstört worden ist, merkte sie das ihr einziger Überlebensweg das Aufrechterhalten einer Fasade war.-
So etwas wünsche ich niemanden, dennoch bin ich davon überzeugt, das wir als Menschen von jeder Begegnung und Erfahrung dazu lernen. Nur was war es, was ich noch lernen musste? Ich suchte mir Hilfe durch einen Hypnosecoach, der es genau verstand mir einfach mal zu zuhören.
Ich konnte mich öffnen.

Es schien endlich wieder ein Licht am Ende des Tunnels zu leuchten. Anfangs nur ein sehr dezentes blitzen, doch aus diesen dezenten Blitzen wurde ihr Feuer wieder entfacht.-
Es gab viele Hochs und Tiefs in meinem Leben, geprägt mit positiven, sowohl als auch negativen, Begegnungen und Erfahrungen, dennoch weiss ich, wenn ich dies alles nicht erlebt hätte, würde ich heute nicht als die Person da stehen, welche ich bin.


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